Selbsthilfe

Freundeskreise im Lukas-Werk: ein offenes Forum für alle

Allein gelassen zu werden mit den Problemen einer Sucht – das macht die Sache noch viel schlimmer. Besonders in Krisenzeiten ist man darauf angewiesen, Freunde zu haben, Gesprächspartner oder einfach Leute, die zuhören. Die Freundeskreise im Lukas-Werk bieten sich an, ganz einfach da zu sein.

Die 20 Freundeskreise im Lukas-Werk sind Selbsthilfegruppen mit insgesamt mehr als 1.000 Mitgliedern, die sich entschlossen haben, suchtmittelfrei zu leben. Schritt für Schritt begleiten sie mit ihren eigenen Erfahrungen andere Suchtgefährdete und -kranke auf dem Weg in ein Leben frei von Suchtmitteln. Die Freundeskreise freuen sich über neue Mitglieder.

Austausch persönlicher Erfahrungen
Die ganz persönlichen Sucht-, Therapie- und Abstinenzerfahrungen der Aktiven machen diese quasi zu Fachleuten in eigener Sache. Sie stellen keine Krankheitsdiagnosen, sondern helfen den Kranken herauszufinden, ob sie von Suchtmitteln abhängig sind – und wenn ja, wie weit. Sie bieten in Gesprächsgruppen und mit Freizeitangeboten Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei gibt der Erfahrungsaustausch einen ganz wesentlichen Rückhalt.

Freunde helfen
Wenn erforderlich, vermitteln und begleiten die Mitglieder der Freundeskreise Suchtkranke in die stationäre, ganztägig ambulante und ambulante Therapie. Es liegt auf der Hand, dass die Zusammenarbeit mit dem Lukas-Werk besonders eng ist. Selbstverständlich ist auch, dass alles, was in Einzelgesprächen oder in Gruppen innerhalb des Freundeskreises berichtet wird, niemals nach draußen dringt. Selbst über die Gruppenzugehörigkeit wird strengstes Stillschweigen bewahrt. Freundeskreise gibt es an allen Standorten der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH. Die einzelnen Selbsthilfegruppen kooperieren untereinander und pflegen einen intensiven Gedankenaustausch.

Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise
Die Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im Lukas-Werk e.V. (AFL) hat darüber hinaus die Aufgabe der permanenten Mitgliederbetreuung und -fortbildung. Außerdem vertritt sie die einzelnen Freundeskreise auf überörtlicher Ebene – also bei der Regionalkonferenz Sucht, beim Diakonischen Werk und bei den Lukas-Werk Gesundheitsdiensten. Die AFL ist auch dafür verantwortlich, die Öffentlichkeit über Suchterkrankungen, Behandlungsmöglichkeiten und die Tätigkeit der Freundeskreise zu informieren.