Informationen für Kosten- und Leistungsträger

Die Tageskliniken in Braunschweig und Northeim bieten Ihren abhängigkeitserkrankten Versicherten Entwöhnungsbehandlungen im Rahmen kompetenter ganztägig ambulanter medizinischer Rehabilitation auf folgender Grundlage:

Deutsche Rentenversicherung (DRV)

  • gem. § 15 SGB VI (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)
  • gem. § 26 SGB IX (Leistungen zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe)
  • Leistungsvertrag nach § 21 SGB IX


Gesetzliche Krankenversicherungen

  • gem. § 40 SGB V (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit)
  • Versorgungsvertrag nach §111 SGB V

Strukturmerkmale

Behandlungsplätze


Tagesklinik Braunschweig: 24 Behandlungsplätze
Tagesklinik Northeim: 12 Behandlungsplätze

Behandlungszeit

Zwischen 6 und 15 Wochen (nach individuellem Erfordernis)

Federführender Kosten- und Leistungsträger



Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

Qualitätsmanagement

Zur Sicherung und Weiterentwicklung der Behandlungs- und Servicequalität haben wir in unseren Tageskliniken ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 und nach dem Diakonie Siegel Medizinische Rehabilitation eingeführt. Damit erfüllen unsere Tageskliniken Qualitätsstandards einer stationären Rehabilitation.

Die Tageskliniken Braunschweig und Northeim sind Mitglied im Qualitätsverbund Suchthilfe der Diakonie in Niedersachsen.

Qualifikation

Gemäß der Vereinbarung Abhängigkeitserkrankungen arbeitet in Abstimmung mit unserem federführenden Kosten- und Leistungsträger in unseren Einrichtungen ein eingespieltes Team von Fachärzten, Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Ergo-, Sport- und Bewegungstherapeuten.

Therapieangebote

Standard-Therapieangebote

  • Psychotherapie als verhaltenstherapeutisch orientierte Therapie mit Einzel/-Gruppengesprächen
  • Krisenintervention
  • Medizinische Behandlung durch die Klinikärzte; bei Bedarf Hinzuziehung von Konsiliarärzten anderer Fachrichtungen
  • Ernährungsberatung
  • Lehrküche
  • Rückfallprophylaxe
  • Psychoedukative Angebote wie Vorträge, Schulungen, Filme und Seminare
  • Berufliche Orientierung inkl. Bewerbungstraining
  • EDV-Training
  • Physiotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie mit funktioneller Gymnastik / Koordination
  • Fitnesstraining, spiel- und ausdauerorientierter Sport
  • Genusstraining
  • Ausdrucks- und kompetenzzentrierte Ergotherapie
  • Sozialdienst unter dem Gesichtspunkt der Hilfe zur Selbsthilfe
  • Organisation nachfolgender Hilfen
  • Kooperation mit der Selbsthilfe
  • Hilfe zur Selbsthilfe, Freizeitgestaltung und soziales Training


Indikationsangebote

  • Kreativtherapie
  • Stabilisierungsübungen (Imagination)
  • Akupunktur nach NADA
  • Kognitives Training
  • Externe Arbeitserprobungen in Form von Praktika; Bewerbungstraining
  • Arbeitgebergespräche
  • Kooperation mit der Arbeitsverwaltung und der DRV-Reha-Beratung
  • Psychoedukation „Angst und Depression“
  • Selbstsicherheitstraining
  • Kleine Schule des Genießens („Genussgruppe“)
  • Körperwahrnehmung/Entspannung
  • Angehörigenarbeit mit individuellen Angehörigen-/Paargesprächen, Angehörigengruppen

Strukturmerkmale für Leistungen nach SGB V (60+)

Für Patienten, die (noch) keine ausreichenden Beiträge bei der Deutschen Rentenversicherung gezahlt haben oder die bereits Rentner sind, treten die gesetzlichen Krankenkassen als Kostenträger ein. Für diese Patienten gibt es neben den o.g. Standard-Therapie-und Indikationsangeboten weitere Schwerpunkte. Vorrangiges Therapieziel bei Patienten, die bereits berentet sind, ist die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.

Das Therapieziel wird verfolgt durch eine spezielle Sport- und Bewegungstherapie, Maßnahmen, die der Selbstversorgung dienen (z.B. Lehrküche), Verbesserung der Tagesstruktur durch sinnvolle Beschäftigung (Kontakte zu Freiwilligenagenturen etc.) und die Förderung der sozialen Teilhabe durch Integration in spezielle (Senioren-) Gruppen der Selbsthilfe.

Profil

MBOR: Im Mittelpunkt der Behandlungsplanung steht die Erwerbsfähigkeit eines jeden Patienten. Dem entsprechend verfolgen wir den konzeptionellen Gedanken einer medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation.

Für berufstätige Patienten erhält somit die Sicherung des Arbeitsplatzes eine besondere Bedeutung. Arbeitgebergespräche, die Erhebung einer Anforderungs- und Fähigkeitsanalyse sowie die Erfassung der Einstellungen zur Arbeit ist konzeptioneller Standard.

Auch für z.Zt. erwerbslose Patienten stehen arbeits- und berufsbezogene Maßnahmen im Fokus. Besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang externe Arbeits- bzw. Belastungserprobungen.

Diakonisches Leitbild: Als Mitglied im Diakonischen Werk sind wir einem christlichen Menschenbild verpflichtet.

Kombi-Nord: Kombinationsbehandlung im regionalen Verbund der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH und ihrer externen Kooperationspartner.

Kooperationen: Im Rahmen einer jahrelangen Kooperation mit örtlichen Betrieben, Verwaltungen und Unternehmen schulen wir Personalvorgesetzte im Umgang mit auffälligen Mitarbeitern und bieten über unseren „Arbeitskreis Betriebeteam“ unsere Unterstützung bei der Umsetzung von betrieblichen Interventionen an.

Wir pflegen eine sehr enge Kooperation mit örtlichen Selbsthilfegruppen und bieten im Rahmen von Arbeitskreisen mit der Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im Lukas-Werk e.V. (AFL) und Seminaren unsere Unterstützung an.

Die Fachklinik ist Mitglied im Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) und in der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen (ELAS).