Vom Mythos des Echos

An mehreren Orten Braunschweigs, so auch an der Freisestraße, im idyllischen alten Klosterfriedhof vor dem Maria-Stehmann-Haus wird es vom 9. September bis zum 8. Oktober Klanginstallationen geben.

Es wird etwas klingen, wird aber keine Dauerbeschallung. Auf dem Friedhof des ehemaligen Kreuzklosters in Braunschweig, der unmittelbar vor dem Maria-Stehmann-Haus der Stiftung Neuerkerode liegt, wird in acht Metern Höhe ein Baumhaus errichtet, aus dem Klänge, Geräusche elektronisch intoniert werden. Der Künstler Kristof Georgen erläuterte bei einem Planungsgespräch sein Konzept auf dem sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Friedhof: Es werden die symbolisch die Stimmen der Abwesenden erklingen, der Verstorbenen, der vergangenen Stimmen, ein Nach-Leben ihrer Stimmen. Die Klanginstallation auf dem nahezu in Verwunschenheit gelegenen Friedhof werde auch zur Identifikation mit der eigenen Stimme beitragen. Somit wird das Baumhaus in den Wipfeln über dem Friedhof zum Sitz der Stimmen.

Weitere Klangstätten werden von anderen Künstlern hinter Ägiedien, hinter Liebfrauen, bei Ulrici-Brüdern und auf dem Petri und Martini-Friedhof eingerichtet.

Impulsgeber und Veranstalter dieser 3. Braunschweiger Klangkunst im Außenraum ist der Allgemeine Konsumverein Braunschweig. Die Eröffnung findet am 9. September statt. Der Friedhof am Maria-Stehmann-Haus wird in der Zeit des Eventes bis zum 8. Oktober zeitweise der Öffentlichkeit zugänglich sein.