
Die interne medizinische Versorgung der Evangelischen Stiftung Neuerkerode umfasst folgende Bereiche:
Basis der Versorgung ist die hausärztliche Betreuung und Begleitung mit offenen und terminierten Sprechstunden, Hausbesuchen, sowie Austausch mit pädagogischen Mitarbeitenden, Betreuerinnen und Betreuern, sowie Psychologinnen und Psychologen.
Der hausärztliche Dienst ist niederschwellig erreichbar. Die Patientenversorgung ist auch nachts und am Wochenende durch einen 24-stündigen ärztlichen Bereitschaftsdienst sichergestellt.
Ein Großteil der Patientinnen und Patienten mit Behinderung sucht selbständig die Sprechstunde auf, andere werden begleitet. Sie wählen intern "ihre" bzw. "seine" Hausärztin oder Hausarzt, mit Recht zum internen Wechsel. Die mitbehandelnden niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte können frei gewählt werden.
Behinderungsspezifische medizinische Präventionsleistungen wurden in Neuerkerode erarbeitet und werden regelmäßig angeboten.
Das Ärztenetzwerk mit niedergelassenen Fachärztinnen und-ärzten und Krankenhäusern wird gepflegt und ständig erweitert. Die Planung, Vorbereitung und Koordinierung der externen Leistungen erfolgen im Sinne des ?case-managements?.
Die neurologische Sprechstunde mit Schwerpunkt "Epilepsie" wird von Dr. Hans-Jürgen Klaus abgehalten. Er verfügt durch die langjährige Versorgung von mehr als 200 EpileptikerInnen über besondere Fachkenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Epileptologie.
Die Psychiatrische Ambulanz erfolgt in Kooperation mit dem psychologischen Dienst. Insbesondere die Behandlung mit Psychopharmaka findet stets eingebunden in einem pädagogisch-therapeutischen Setting statt.
Die Klinische Station in Neuerkerode ist etwas besonderes, nur ganz wenige Einrichtungen der Behindertenhilfe haben eine eigene Krankenstation.
Die Klinische Station in Neuerkerode umfaßt 14 Betten, sowie ein Hospizzimmer und wurde 2007 komplett renoviert.
Die Klinische Station hat ein breites Aufgabenspektrum: Sie ist die Rettungsleitstelle (24-Stunden/Tag) für die gesamte Einrichtung, begleitet interne Notarzteinsätze oder Kriseninterventionen. Die Krankenschwestern und -pfleger sind AnsprechpartnerIn für BürgerInnen und MitarbeiterInnen bei medizinischen Problemen.
Viele körperliche Erkrankungen und ein ein Großteil der seelischen Krisen können auf der Klinischen Station interdisziplinär behandelt werden. Krankenhausaufenthalte können so oft vermieden, oder zumindest deutlich abgekürzt werden. Die Reha-Phase nach operativen Eingriffen erfolgt in Zusammenarbeit mit den PhysiotherapeutInnen. Die Patienten bleiben in vertrauter Umgebung.
Im Hospizzimer weden sterbende PatientInnen begleitet, wenn ein hohes Maß an ärztlicher Präsenz und pflegerischer Hilfe notwendig ist.
Die vorrangigen Ziele der physiotherapeutischen Behandlung in Neuerkerode ist die Förderung und der Erhalt der Bewegungsfähigkeit, der Körperwahrnehmung, die Schmerzlinderung bzw.-vermeidung durch präventive Maßnahmen und das Vermeiden bzw. Hinausschieben von Spätkomplikationen z.B. bei Spastik.
Bei der Physiotherapie ist die Beziehung zwischen Patient/in und Therapeut/in entscheidend für den Erfolg. Nur bei gewachsenem Vertrauen kann ein Mensch mit Behinderung ein Stück Kontrolle (und damit Spannung) an die Therapeutin oder Therapeuten abgeben und neue Erfahrungen in der Körperwahrnehmung machen.
Das physiotherapeutische Angebot in Neuerkerode:
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