Ankommen mit Andacht, Eis und vielen Gesprächen

Nach der Hochwasser-Evakuierung des Theresienhofes kommen Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Braunschweiger Ausweichquartier zur Ruhe

Fotos: Sylter Eismanufaktur

Noch ist es kein normaler Alltag im ehemaligen Krankenhaus St. Vinzenz in Braunschweig, in dem knapp 70 vom Hochwasser betroffene Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Theresienhof in Goslar nun eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. Noch immer muss Vieles organisiert werden für die Senioren, die am Freitag das Ausweichquartier bezogen. Dennoch kehrte heute mehr Ruhe nach Tagen voller Unsicherheiten, Hektik, Aufgeregtheit und sicherlich auch manchen Ängsten ein. Die Bewohner und Bewohnerinnen haben ihre Zimmer bezogen, ihnen bekannte Pflegekräfte umsorgen sie, Angehörige und Freunde sind informiert. Manche erkundeten in den ersten Tagen schon die Gegend rund um das wunderschön und innenstadtnah gelegene Vinzenz-Gebäude, andere bekamen heute ersten Besuch von Angehörigen und Freunden. Für Sie alle gab es am Nachmittag eine besondere Überraschung: Die Sylter Eismanufaktur aus Wolfenbüttel lieferte kurzfristig köstliches Eis, das so lecker war, dass viele Bewohner und Besucher Nachschlag verlangten. 

Im Anschluss fand in der Kapelle eine Andacht statt. Auch sie trug dazu bei, dass Pflegekräfte und andere Mitarbeitende, Senioren, Angehörige und Freunde weiter zur Ruhe kamen und neue Kraft schöpfen konnten. Noch ist unklar, wie lange das ehemaligen St. Vinzenz-Krankenhaus ihr Ausweichquartier bleiben wird. Doch diese Frage scheint heute nicht im Vordergrund zu stehen. Viel mehr sind alle glücklich und dankbar dafür, dass alle gesund sind und niemand durch das Hochwasser zu Schaden kam. Und manche können dieser Ausnahmesituation schon jetzt etwas Positives abgewinnen: "Die letzten Tage haben uns noch mehr zusammengeführt", sagen beispielsweise Mitarbeitende des Begleitenden Dienstes. Auch viele Bewohnerinnen und Bewohner des Theresienhofes sind sich in ihrem Ausweichquartier in Braunschweig näher gekommen. Beim Gang durch das Vinzenz-Gebäude bemerkt man: es gibt viele Gespräche an vielen Ecken und viele zuversichtliche Gesichter.