Anstoß für die eigene Identität

Im Jahr 2007 wurde Neuerkerode in das niedersächsische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen – die CDU-Politiker Friedrich-Otto Ripke, Frank Oesterhelweg und Uwe Schäfer informierten sich nun über die Entwicklungen.

Vor zehn Jahren wurde Neuerkerode in das Niedersächsische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, daraus erwuchs eine enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium für Landwirtschaft und dem damaligen Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke. Dieser hat seitdem eine ganz besondere Beziehung zum inklusiven Dorf und seinen Bürgern. Gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg und CDU-Kreistagsmitglied Uwe Schäfer informierte er sich nun über die Entwicklungen.

„Das Dorferneuerungsprogramm ist ausgelaufen, auch deshalb wollen wir zeigen, was daraus entstanden ist", erklärte Rüdiger Becker, Direktor der Ev. Stiftung Neuerkerode. Insgesamt vier Millionen Euro, darunter etwa 700.000 Euro EU-Fördermittel, seien investiert worden, um unter anderem den Dorfplatz und das Biermanski’s (Dorfgemeinschaftshaus) umzubauen. Entscheidend für die Förderung war, dass Neuerkerode als reguläres Dorf anerkannt wird, erinnerte Oesterhelweg. Die Anerkennung erfolgte und war ein wichtiger Meilenstein für Neuerkerode. „Denn damit war der Prozess angestoßen, eine eigene Identität für das inklusive Dorf zu schaffen, die beispielhaft für die Region ist", fügte Becker an.

„Neuerkerode ist immer etwas Einmaliges, weil hier eine besondere Nähe zu den Menschen spürbar ist ", betonte Ripke. Und diese Nähe zum Bürger sei auch ein wesentliches Merkmal des Dorferneuerungsprogramms: Es entstehe etwas, was für die Menschen vor Ort wirkt. Das Wirken Ripkes beschränkt sich aber nicht nur auf das Dorferneuerungsprogramm. Mit dem in der Landwirtschaft tätigen Bürger Rolanz Lenz pflegt er eine freundschaftliche Beziehung. Alles fing damit an, dass Roland Lenz sich mit seinem Wunsch eines Rasentraktors an Ripke wendete. Schließlich ermöglichte der ehemalige Staatssekretär einen Großteil der Finanzierung des Traktors. „Du hast den Schlepper gut gepflegt", beschied Ripke seinem Freund Lenz während des Rundgangs und versprach für die Zukunft weitere persönliche Unterstützung.