Raus aus dem toten Winkel

Round Table und Technisches Hilfswerk zeigen im Neuerkeröder Aktionsjahr 'Mobilität' die Gefahr des toten Winkels.

Ein toter Winkel ist tödliche Gefahr. Raus aus dem toten Winkel, hieß es deshalb jetzt in Neuerkerode.

Im Rahmen des Aktionsjahres Mobilität der Evangelischen Stiftung waren Mitglieder des Round Table Wolfenbüttel-Salzgitter nach Neuerkerode gekommen. Zusammen mit Mitarbeitern des Technischen Hilfswerkes zeigten Sie Neuerkerödern die Gefahr, die für Fußgänger oder Radfahrer im toten Winkel der Spiegel von LKW besteht. „Mobil zu sein bedeutet, frei entscheiden zu können, wo uns der Weg hinführt“, so Christian Vaterodt von der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH, „Das bedeutet aber auch, achtsam zu werden, wo sich Gefahren in der Mobilität verbergen.“ Seit zehn Jahren bereits bietet der Round Table dieses Service Paket in Schulen an, jetzt also auch in Neuerkerode.

Ein schwerer LKW des THW war auf den Neuerkeröder Dorfplatz gefahren. Da dieses Fahrzeug bereits mit modernster Spiegeltechnik ausgestattet ist, waren einige der Spiegel verhängt worden, um die noch alltägliche Situation vieler Großfahrzeuge exakt zu simulieren.

Mit Sperrbändern waren die Bereiche markiert, die für den Fahrer nicht einsehbar sind. Ein kritischer Bereich, weil vom Lenkrad nicht sichtbar, ist auch der Bereich direkt vor dem Führerhaus. „Immer wieder kommt es durch rechtsabbiegende LKW zu Unfällen, weil Radfahrer oder Fußgänger übersehen werden“, so Christian Auerswald vom Round Table. 

Neuerkeröder konnten sich auf den Fahrersitz des THW-Wagens setzen und erleben, wie der tote Winkel ganze Gruppen von Menschen in LKW-Nähe ausblendet.  „Mir ist jetzt klar geworden, wie sorgfältig man als Radfahrer und auch als Fußgänger im Straßenverkehr besonders auf das Verhalten der LKW achten muss“, so der Neuerkeröder Ulrich Wagner, als er den Fahrersitz im THW Fahrzeug verließ.