Saiten.Wohl.Klang.

Musik machen ohne Noten: Die Diakonische Gemeinschaft des Marienstiftes lud zum Veeh-Harfen-Workshop ein.

Wie klingt es, wenn man noch nie auf einem Musikinstrument gespielt hat…? Was passiert, wenn man zusammen Musik macht - mit vielen anderen, denen es genauso geht…? Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Am Ende des Veeh-Harfen-Workshops der Diakonischen Gemeinschaft stand ein gemeinsamen Konzert im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien.

Zwei Tage verband das Spielen auf der Veeh-Harfe die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zwei Tage, die Nähe brachten, mit saitenweisen Wohlklängen. Musik machen ohne Noten – so hieß das Motto. Referentin Martina Zahn, ausgebildete Dipl. Musiktherapeutin und Musikgeragogin, half den Lernenden mit vielen Liedern unterschiedlichen Genres – Volkslieder, Klassisches, Fernöstliches und zeitgenössisches Liedgut – in Stimmung zu kommen.

Die Veeh-Harfe, ein Saitenzupfinstrument, wurde von Herrmann Veeh vor ungefähr 30 Jahren entwickelt. Er stellte es für seinen Sohn her, der so – trotz Down-Syndrom – in die Lage versetzt wurde, allein oder mit anderen, zu musizieren – ohne Notenkenntnisse. Das Spielen auf der Veeh-Harfe erzeugt ruhige, sanfte Klänge und vermittelt eine entspannende und stimmungsvolle Atmosphäre. Sie lädt zum Selberspielen aber auch nur zum Zuhören ein.

Wie kein anderes Melodieinstrument ist die Veeh-Harfe ohne musikalische Vorkenntnisse sofort spielbar. Die dafür eigenen Notenschablonen werden zwischen Saiten und dem Resonanzkörper geschoben und ermöglichen ein Spielen vom Blatt. So kann das Instrument nach kurzer Zeit des Übens in der Gruppe gespielt werden.

In der musikpädagogischen und in der therapeutischen Arbeit wird durch die schnell erlernbare Spielweise, aber auch durch ihre wohltuenden Klänge neue Impulse gesetzt. Besonders erfolgreich ist der Einsatz der Veeh-Harfe in der Seniorenarbeit, in der Erwachsenenbildung, in der musiktherapeutischen und musikpädagogischen Arbeit, in der sonderpädagogischen Arbeit der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung und in der Hospizarbeit.

Das Fazit eines Teilnehmers: "Und wir sind nun auch von ihr verzaubert worden. Und es wäre schön, wenn dieses Erlebnis noch weitere Menschen erreichen würde. Menschen, mit denen wir im Beruf zu tun haben, z. B. in der Heilerziehungs- und Altenpflege."