Schul-Charta

1. Leitbild

Wir SchülerInnen und LehrerInnen der Fachschule der Ev. Stiftung Neuerkerode sind Menschen mit unterschiedlichen Eigenarten, Vorlieben und Ideen. Wir sehen uns gemeinsam in der Verantwortung für die Qualifizierung zum/zur HeilerziehungspflegerIn als der fachlich, personal und sozial kompetenten Fachkraft in der Behindertenhilfe. Wir gehen von der gemeinsamen Basis eines christlichhumanistischen Menschenbildes aus, in dessen Mittelpunkt die Achtung der Würde des Menschen steht. Wir wollen einander freundlich, aufrichtig und mit Respekt begegnen und mit Rücksicht, Toleranz und Verständnis handeln. Jegliche Diskriminierung ist ausgeschlossen. Wir sehen unsere Fachschule als Ort, in dem „mit Kopf, Herz und Hand“, sowie mit allen Sinnen gelehrt und gelernt wird.

In der Arbeit als Heilerziehungspfleger entstehen enge Beziehungen

2. Zwischenmenschlicher Umgang

Im Mittelpunkt des Umgangs aller Beteiligten stehen die gemeinsamen Lehr- und Lernprozesse.Eine effektive Lern- und Arbeitsatmosphäre setzt die aktive Teilnahme aller Beteiligten voraus. Dies beinhaltet, dass jeder und jede zu Wort kommen kann und einander zugehört wird. Dies schließt auch ein, dass man einander ausreden lässt. Wortbeiträge sollen begründet, andere Meinungen geachtet werden. Jeder sollte sich in das Unterrichtsgeschehen nach seinen Möglichkeiten einbringen und auch die vielseitigen Angebote außerhalb des Unterrichts nutzen. In Konfliktsituationen sind auch Dritte gefordert zur Klärung beizutragen, als VermittlerIn zu wirken oder zu schlichten.

Projektwoche Schulgestaltung
Gestaltung Treppenhaus

3. Umgang mit Strukturen

Effektive Lehr- und Lernprozesse setzen voraus, dass die Angebote aktiv angenommen und die vereinbarten Termine eingehalten werden.
Fehlzeiten sind unbedingt zu vermeiden. Bei Verspätung ist die Störung der Anderen unbedingt so gering wie möglich zu halten. Versäumtes ist nachzuholen.
Von Seiten der Lehrkräfte wird auf Toleranz der Notengebung geachtet.
- Abwesenheit bei Klausuren, Tests, mündlichen Prüfungen und Präsentationen jeder Art ist unaufgefordert mit einem ärztlichen Attest zu entschuldigen, ansonsten wird die Leistung mit der Note 6 bewertet! Migränepatienten reichen der Schule einmalig eine ärztliche Bescheinigung mit Bestätigung der Diagnose ein.
- Kann eine Präsentation aus Krankheitsgründen nicht stattfinden, so ist dies unverzüglich der zuständigen Lehrkraft mitzuteilen (persönlich, telefonisch oder per Mail). Fehlt eine Person innerhalb der Gruppe, sollte die restliche Arbeitsgruppe deren Inhalte übernehmen oder andere Möglichkeiten im Vorfeld mit der Lehrkraft absprechen. Fühlt sich niemand für das Gesamtprodukt „Präsentation“ zuständig, erhält die gesamte Gruppe die Note 6.
- Bei der Zensurenvergabe wird die Vor- und Nachbereitung der Räume und Materialien einbezogen (bleiben Materialien liegen oder sind Vorbereitungen zum vereinbarten Beginn nicht abgeschlossen, wirkt sich das negativ auf die Zensur aus).
- Nicht erbrachte Leistungen, wie z. B. Hausaufgaben, Gruppenarbeiten, Ersatzleistungen für ausgefallenen Unterricht werden mit der Note 6 für die mündliche Leistung bewertet.

Als Fehlzeiten gelten alle Unterbrechungen der Ausbildung. Die Höchstgrenze beträgt 12 Wochen (vgl. Ausbildungsvertrag). Werden vier Wochen im Schuljahr erreicht, ist eine schriftliche Ermahnung durch die Schulleitung die Folge. Über weiterreichende Folgen bis zur Kündigung des Ausbildungsvertrages entscheidet die Klassenkonferenz.
Ausfälle oder Änderungen von Unterricht sind durch die Lehrkräfte rechtzeitig bekannt zu geben. Die Schule ist in der Pflicht, Ausfälle auf eine Minimum zu beschränken. Im Einzelfall kann jedoch auch von den SchülerInnen erwartet werden, dass sie sich an konstruktiven Lösungen für unvermeidliche Unterrichtsausfälle beteiligen.
Die Schulräume und das Inventar sowie Lehr- und Lernmittel sind mit Sorgfalt und sachgemäß zu behandeln. Sie sind nach Nutzung im gebrauchsfähigen Zustand zu hinterlassen bzw. zurückzugeben.

Aussengelände der Fachschule
Klassenraum Fachschule

4. Äußere Sauberkeit und Ordnung

Lehr- und Lernprozesse werden auch dadurch gefördert, dass sich alle Beteiligten in ihrer Umgebung wohl fühlen. Dieses setzt ein hohes Maß an Ordnung und Sauberkeit voraus:
- Die Küche ist täglich sauber zu hinterlassen, ansonsten wird sie für einzelne Klassen gesperrt.
- Für die Entsorgung von Abfall gilt das Verursacherprinzip: Mülltrennung ist dabei zu beachten.
- In den Räumen der Fachschule gilt absolutes Rauchverbot. Das Rauchen auf dem Außengelände ist so zu gestalten, dass die Eingangsbereiche der Schulgebäude rauchfrei gehalten werden. Zigaretten sind im Aschenbecher zu entsorgen und nicht auf dem Boden! Bei Missachtung wird ein Rauchverbot auf dem Schulgelände verhängt.
- Bei Bedarf stellen einzelne Klassen diese Regeln durch Dienste sicher; oder räumen außerhalb der Unterrichtszeit auf.

Für das Abstellen von Kraftfahrzeugen gilt, dass für Fahrzeuge von SchülerInnen ausreichende Parkmöglichkeiten auf dem Asse-Parkplatz zur Verfügung stehen.

5. Verschiedenes

Ausbildungszweck und Ausbildungsrahmen schließen das Mitführen und den Konsum von Alkohol und Drogen jeder Art sowie das Mitführen von Waffen aus.

Unter Gesichtspunkten der Ressourcenschonung und des Umweltschutzes sind alle Beteiligten aufgefordert, sorgsam mit Wasser und Strom umzugehen. Der Verbrauch ist auf das Nötige zu
begrenzen.

Diese Schulcharta wurde in der Schulkonferenz am 25.08.2010 verabschiedet und tritt sofort in Kraft.