Lukas-Werk in Goslar sucht 1.Klassen für Projekt „1000 Schätze“

Gesundheit und Suchtprävention in der Grundschule

Kann Schokolade eigentlich wirklich süchtig machen? Was macht das Spielen auf dem Handy mit mir? Und warum ist Bewegung in meinem Alltag so wichtig? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich Grundschüler im Rahmen des Projektes „1000 Schätze“, für das die Fachambulanz Goslar der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH derzeit 1.Grundschulklassen sucht, die sich beteiligen möchten. „Wir wissen aus Studien, dass fast jedes vierte Kind im Grundschulalter ein erhöhtes Risiko für psychische Auffälligkeiten aufweist. Hochwertige und frühzeitige Präventionsmaßnahmen wie dieses Projekt tragen zur psychosozialen Gesundheit bei und können auch präventiv gegenüber einer Suchtentwicklung wirken“, sagt Anna-Lena Maier-Niehoff, Sozialarbeiterin in der Fachambulanz Goslar und von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen ausgebildete „1000-Schätze“-Trainerin.

Das Projekt läuft über insgesamt ein Schuljahr und beinhaltet verschiedene interaktive und kreative Module, die sich an die Grundschüler, aber auch an Lehrkräfte und Eltern richten. „Wir arbeiten beispielsweise mit einem Bilderbuchkino, Koordinationsspielen oder Einzel- und Teamaufgaben, durch die Schüler spielerisch viel über ihre eigenen und die Stärken, Gefühle und Wünsche ihrer Klassenkameraden erfahren. Darüber hinaus gibt es mehrere Elterntreffen und Workshops für Lehrkräfte“, sagt Fachkraft Anna-Lena Maier-Niehoff. Beteiligen können sich Grundschulklassen aus dem gesamten Landkreis Goslar.

Für weitere Informationen steht Anna-Lena Maier-Niehoff interessierten Schulen gern zur Verfügung: Telefon 05321. 35 885 24 oder per E-Mail.

Hintergrundinformationen der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen zum Projekt „1000 Schätze“


Das wissenschaftlich fundierte und evaluierte „1000 Schätze“-Programm setzt bereits in der ersten Klasse an. Es stellt die Ressourcen und Stärken der Kinder in den Fokus und fördert die Lebenskompetenzen, Bewegung und Achtsamkeit, dabei wird die Diversität von Kindern und Familien systematisch berücksichtigt. Die lebensweltorientierte Kombination von Klassenmodulen für die 1. Klasse mit Angeboten für die Eltern und die Schule erhöht die Nachhaltigkeit des Programms. Der Wissenstransfer erfolgt über ein Train-The Trainer-Konzept. Regionale Fachkräfte für Suchtprävention werden zu „1000 Schätze“-Trainer*innen qualifiziert und vermitteln den verantwortlichen Klassenlehrkräften Kompetenzen zur Umsetzung des Programms sowie zur Gesundheitsförderung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Unterstützung von Kindern aus suchtbelasteten Familien. Darüber hinaus wirken die Trainer nach Absprache bei der Elternarbeit mit und begleiten die Schule bei der Analyse von passenden strukturellen Maßnahmen. Die Evaluation der Pilotphase im Schuljahr 2017/18 hat gezeigt, dass die Klassenmodule den Einbezug aller Kinder ermöglichen, Spaß machen und dass die Programmziele erreicht werden. Die Eltern bewerteten das Programm sehr positiv. Die Lehrkräfte erlebten besonders die Zusammenarbeit mit den „1000 Schätze“-Trainern als sehr hilfreich und entlastend.