Fachambulanz und Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im Lukas-Werk informierten zum Thema Sucht

Großes Interesse am Tag der offenen Tür beim Braunschweiger Lukas-Werk

„Hier startet der Tag in unserer Tagesklinik“, heißt Angelika Kahl die Gästegruppe im Haus der Diakonie in Braunschweig willkommen. Kahl ist Einrichtungsleiterin der Fachambulanz und Mitglied im Leitungsteam der Tagesklinik der Lukas-Werk Gesundheitsdienste in Braunschweig und führt mehrere Gruppen am Tag der offenen Tür durch die Räumlichkeiten. „Diejenigen, die zum ersten Mal zu uns kommen, sind meistens ziemlich aufgeregt“, berichtet sie ihren Zuhörern, gibt viele Informationen – etwa zum Ablauf einer ganztägig ambulanten Therapie sowie zu den zahlreichen Angeboten, die das Lukas-Werk in Braunschweig macht – und beantwortet Nachfragen. Dann geht es weiter für einen Einblick in die Ruheräume, den Gruppen- und den Kreativraum.

Zwei Stockwerke tiefer präsentieren sich Ehrenamtliche der Angehörigenarbeit und die Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im Lukas-Werk mit ihren Gruppen und Angeboten. Es geht um Themen wie Selbsthilfe bei Alkohol-, Medikamenten- oder Glückspielsucht. Mitarbeitende der Fachambulanz informieren über professionelle Hilfeangebote bei Suchterkrankungen und bei Bedarf zum Thema Vorbereitung auf die sogenannte Medizinisch-Psychologische Untersuchung bei Führerscheinentzug. Eine Besucherin absolviert gerade einen Slalom-Parcours mit einer Rauschbrille, die verschiedene Trunkenheitsgrade simulieren kann. „Es ist ziemlich schwierig, am Ende des Parcours ein Fahrradschloss aufzuschließen“, stellt sie fest. Die Frau ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und in ihrem beruflichen Umfeld mit Suchterkrankungen konfrontiert. „Das Angebot eines solchen Tages der offenen Tür ist prima. So können wir unsere Patienten auch besser darauf vorbereiten, was im Anschluss an einen stationären Aufenthalt auf sie zukommt“, sagt sie. Neben Interessierten wie Gesundheits- und Krankenpflegekräften nutzen auch Angehörige, Klienten und Ehemalige den Tag der offenen Tür. „Wir wollten damit ein niedrigschwelliges Angebot machen, unverbindlich informieren und deutlich machen, dass Fachambulanz und Tagesklinik Hand in Hand mit den Ehrenamtlichen der Angehörigengruppen und der Freundeskreise arbeiten und stark miteinander vernetzt sind“, erläutert Einrichtungsleiterin Angelika Kahl. Die Fachambulanz Braunschweig hat im vergangenen Jahr mehr als 1.200 Klienten betreut, in der Tagesklinik haben 110 Patienten ihre Maßnahme abgeschlossen. Für alle Ehemaligen, Angehörige, Mitarbeitende und Interessierte richteten die Organisatoren zum Abschluss des Tages der offenen Tür ein gemütliches Grillfest aus.