Sozialen Innovation: Förderung für Projekt SONNIG der Lukas-Werk GmbH

Niedersächsisches Amt für regionale Landesentwicklung fördert Projekt zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Erwachsenen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung.

v.l. Petra Sarstedt-Hülsmann (Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH), Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier, Dr. med. Michael-Mark Theil (Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH) Staatssekretärin Birgit Honé, Manuela Kunze (Caritasverband Stadt und Landkreis Göttingen, Samtgemeindebürgermeister Jens Range (NSGB) , Michael Jürgens (BUPNET GmbH), Vizepräsident des Nds. Landtages Klaus-Peter Bachmann, Wiebke Krohn (UVN)

Neue Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen finden, das ist das Ziel der „Sozialen Innovation“. Die niedersächsische Landesregierung hat dazu die gleichnamige Richtlinie verabschiedet. Jetzt werden nach einem Auswahlverfahren die ersten Projekte bewilligt. Darunter das Projekt SONNIG (Südostniedersächsisches Netzwerk Inklusion und Gesundheit) der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH, einem Unternehmen der Evangelischen Stiftung Neuerkerode. 

Worum geht es dabei?
In der Gesundheitsversorgung von erwachsenen Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung existieren viele Versorgungslücken. Durch eine sektorenübergreifende und interdisziplinäre Vernetzung von Gesundheitsdienstleistern, Kostenträgern, Kommunen, Interessenvertretungen und spezialisierten Versorgungseinrichtungen im ländlichen und urbanen Raum wollen die Lukas-Werk Gesundheitsdienste erreichen, dass Erwachsene mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung in den Regionen Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter und den Landkreisen Wolfenbüttel, Helmstedt und Gifhorn eine qualitativ hochwertige und zielgruppengerechte gesundheitliche Versorgung erhalten. Gemeinsam mit den Netzwerkpartnern wird das Netzwerk SONNIG Strategien und Versorgungsstrukturen entwickeln und aufbauen, die zur Lösung dieser gesellschaftlichen Herausforderung beitragen. SONNIG gibt Impulse, um dem „Arztpraxensterben“ im ländlichen Raum neue Versorgungsansätze entgegen zu stellen. Das Projekt liefert konkrete Erkenntnisse und Erfahrungen, ob und wie solche Netzwerke möglich und geeignet sind, um der schwieriger werdenden Versorgungssituation im ländlichen Raum zu begegnen.

Landesweit wählte das niedersächsische Amt für regionale Landesentwicklung insgesamt 11 Projekte für die Förderung in der ersten Antragsrunde aus. Staatssekretärin Birgit Honé: „Ich bin stolz, dass die Staatskanzlei als programmverantwortliches Ressort ein so gutes und interessantes Förderangebot entwickelt hat und mit dieser Richtlinie einen weiteren wichtigen Beitrag zur regionalen Landeswicklung leistet. Ich bin zuversichtlich, dass daraus Impulse entstehen, die letztlich den Menschen in allen Regionen des Landes zugute zu kommen. Das gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund der zu bewältigenden Aufgaben im Zusammenhang mit dem Flüchtlingszuzug, bei dem – da bin ich mir sicher – auch neue und innovative Lösungsansätze gefragt sein werden.“

Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier lobt die engagierten Projektträger: „Wir brauchen in unserer Region maßgeschneiderte, innovative Lösungswege zum Beispiel für die Versorgung und Teilhabe von alten Menschen sowie Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung ebenso wie neue Ansätze zur Stärkung der organisationellen und individuellen Resilienz!"


Zum Programm „Soziale Innovation“

Der demografische und gesellschaftliche Wandel in Niedersachsen stellt neue Anforderungen an die Arbeitswelt und Daseinsfürsorge. Die Entwicklung und Erprobung neuer, innovativer und übertragbarer Ansätze zur Lösung sozialer Herausforderungen und zur Deckung lokaler und regionaler Bedarfe sind erforderlich.
Im Vordergrund des Förderprogramms stehen innovative Projekte zur Anpassung von Unternehmen und Arbeitskräften an die gesellschaftlichen Veränderungen. Hinzu kommen innovative Vorhaben, um den Zugang zu Gesundheits- und Sozialdienstleistungen zu verbessern und zu sichern. Um die Initiierung, Erprobung und Umsetzung innovativer