Therapeut mit Leib und Seele!

Reinhard Laskowski, Leiter der Fachklinik Erlengrund, wurde nach 34 Jahren im Dienst der Lukas-Werk Gesundheitsdienste feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Am Ende ist nicht nur er zu Tränen gerührt. Reinhard Laskowski steht in der Mehrzweckhalle der Rehabilitations-Fachklinik Erlengrund in Salzgitter-Ringelheim, wo ihm Mitarbeitende gerade ein selbstgeschriebenes Ständchen gemacht, Konfetti in die Luft geworfen und ein weiteres, ganz besonderes Abschiedsgeschenk überbracht haben: eine riesige, alte Holzwerkbank, gedeckt mit Utensilien für den Künstlerbedarf. Eine Holzwerkbank aus der Fachklinik, die Reinhard Laskowski mit in den Ruhestand nimmt, den er nach 34 Jahren im Dienste der Lukas-Werk Gesundheitsdienste nun antritt. "Sie haben diese Einrichtung erkennbar fachlich und ästhetisch geprägt", sagte Rüdiger Becker, Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode bei der feierlichen Verabschiedung vor rund 100 Gästen und spielte damit auch auf das künstlerische Schaffen von Reinhard Laskowski an. Etliche seiner Werke hat er über die Jahre in der Fachklinik ausgestellt und installiert, manche werden dort bleiben.

Neben Grußworten von Dr. Philipp Köster (Dt. Rentenversicherung) und Gero Skowronek (Bundesverband für stationäre Suchthilfe) hielt Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer (Leiter Salus Klinik Lindow) einen Vortrag über die Entwicklung und enorme Veränderungen in der Suchthilfe - kritisch, spannend und humorvoll. Ebenso hohen Unterhaltungswert hatte die Präsentation mit zahlreichen Anekdoten und Bildern von Dr. Jürgen Seifert, der die Fachklinik seit 2005 gemeinsam mit Reinhard Laskowski leitet.

Sehr persönliche Worte fand auch die Geschäftsführerin der Lukas-Werk Gesundheitsdienste Petra Sarstedt-Hülsmann. "Du hast Dich immer sehr für den Aufbau von Vertrauen, Akzeptanz und Verlässlichkeit eingesetzt, und zwar sowohl gegenüber Patienten als auch gegenüber Kollegen. Du hast diese Werte gelebt und für die Entwicklung von Zusammengehörigkeit im Team Sorge getragen. Du bist einfach Therapeut mit Leib und Seele!" Es sei ihm gelungen, die Klinik nach schwierigen Zeiten zu einer Perle des Lukas-Werkes mit hoher öffentlicher Anerkennung zu entwickeln.

"Ich habe keinen Tag gehabt, an dem ich nicht gern zur Arbeit gekommen bin ", blickte Reinhard Laskowski am Schluss der Veranstaltung, die musikalisch wunderbar durch die Musiker von Stilbruch begleitet wurde, selbst zurück. Doch nun kann er sich anderen Dingen widmen. Kunst wird er weiter machen, möchte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, Klettern,  archäologische Ausgrabungen machen und viel reisen. Für den Sommer stehe als erstes eine Fahrradtour nach Augsburg gemeinsam mit seiner Ehefrau an, berichtet er. Dann lächelt Reinhard Laskowski, blickt zu den rund 100 Gästen und sagt zufrieden: "Es war mir eine Ehre und Freude mit jedem von Ihnen etwas zu tun gehabt zu haben."