Würde in der hospizlich-palliativen Versorgung in Braunschweig

Rund 200 Gäste besuchten die Veranstaltung am Samstag im Medienforum der Braunschweiger Zeitung.

Was kann ich für die mir Nahestehenden am Ende des Lebens tun? Wo kann ich mir Hilfe holen? Wie begleite und umsorge ich richtig? Mit diesen oder ähnlichen Fragen setzen  sich Betroffene auseinander, wenn im Familien- oder Freundeskreis Menschen in Würde versorgt werden sollen.

Um Antworten auf diese Fragen zu geben, fand am vergangenen Samstag die Veranstaltung „Würde in der hospizlich-palliativen Versorgung in Braunschweig“ statt. Mit diesem Format im Forum Medienhaus konnten die Organisatoren den rund 200 interessierten Menschen Mut machen, sich dem schwierigen Thema Sterben und Tod anzunähern, die Möglichkeiten der palliativen Versorgung in Braunschweig kennen zu lernen und zu hören, wie Leben und Sterben in Würde gelingen kann. Pflegende, Seelsorgende und Ärzte, die Erfahrung in der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender jeder Altersstufe haben, berichteten von ihren Erfahrungen. 

Rüdiger Becker, Pfarrer und Direktor der ESN, führte mit einer kurzen Andacht in den Tag ein. Im Anschluss sprach Braunschweigs Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast ein Grußwort. Diakonin und Seelsorgerin Ruth Berger stellte im Folgenden das am Marienstift im Jahr des 150-jährigen Jubiläums geplante Zentrum Würde vor und gab Informationen zu den Letzte Hilfe Kursen, die dort unter anderem angeboten werden. Darauf folgte eine Talkrunde mit Petra Gottsand vom Braunschweiger Hospiz und Ulrich Kreutzberg vom Hospizverein. Weiterhin gaben Margrit Weithäuser als Schulleitung des Bildungszentrums am Marienstift gemeinsam mit zwei Schülerinnen sowie Volker Wagner als Geschäftsführer der Diakoniestationen Harz-Heide und zwei SAPV-Pflegefachkräfte allgemeine Informationen zur palliativen Pflege. Insbesondere die Auszubildenden und die noch jungen Pflegefachkräfte aus der spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung erhielten großen Zuspruch für Ihre Arbeit.
Chefarzt Dr. med. Rainer Prönneke, Palliativmediziner im Krankenhaus Marienstift, und Dr. med. Ehrhard Kellner, Allgemeinmediziner im Ruhestand, berichteten über die palliative Versorgung im Krankenhaus, bzw. aus Sicht der Hausärzte. Eine Fragerunde mit allen Beteiligten sowie die Möglichkeit des Netzwerkens bei Snacks und Getränken rundeten die Veranstaltung ab, die von BZ-Chefredakteur Armin Maus moderiert wurde.

Aufgrund der positiven Resonanz und Beteiligung wird es voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres erneut eine Veranstaltung zu diesem Thema geben.