Einführung von Notfallmanagementsystem IVENA in Braunschweig

Am gestrigen Mittwoch wurde in Braunschweig die Anwendung IVENA eHealth an allen Krankenhäusern eingeführt.

Foto: Stadt Braunschweig/ Daniela Nielsen

Bei IVENA (Interdisziplinärer Versorgungsnachweis)  handelt es sich um ein Notfallmanagementsystem, mit dem Ziel einer schnelleren und effizienteren Notfallversorgung. Die Erprobungsphase des Systems in Braunschweig wurde vergangenes Jahr durch das Krankenhaus Marienstift in Kooperation mit dem Städtischen Klinikum auf den Weg gebracht.
Am gestrigen Mittwoch um 15 Uhr wurde das System am Marienstift, dem Städtischen Klinikum Braunschweig und dem Herzogin Elisabeth Hospital gemeinsam mit Sozialministerin Carola Reimann eingeführt.

IVENA ermöglicht durch Echtzeit-Vernetzung von Rettungswagen, Leitstellen und Krankenhäusern, Daten zur aktuellen Belastung und den medizinisch-technischen Möglichkeiten der Krankenhäuser zu übermitteln.
Auch die Krankenhäuser erhalten Informationen über die Art des Notfalls – dazu wird für jeden Patienten vom Rettungsdienst ein sogenannter Patienten-Zuweisungs-Code generiert, der den Diagnosecode (Was hat der Patient), das Alter des Patienten sowie die Dringlichkeitsstufe (1=hoch, 2=mittel, 3=gering) beinhaltet.

Durch diesen digitalen Austausch können Patienten dem zum jeweiligen Zeitpunkt optimalen Krankenhaus zugewiesen werden und die Krankenhäuser können sich bereits auf den Patienten einstellen, wenn sich dieser noch im Rettungswagen befindet.
Sollten weitere Absprachen zwischen Rettungspersonal und Krankenhauspersonal notwendig sein, finden diese weiterhin bei Bedarf telefonisch statt.

Die übermittelten Patientendaten sind anonym und lassen keine Rückschlüsse auf die konkreten Identitäten zu.

Insgesamt vergingen von der ersten Abstimmung bis zur Umsetzung weniger als ein Jahr, in dem regelmäßige Projekttreffen und Abstimmungen stattgefunden haben. Alle Krankenhäuser in Braunschweig, die Feuerwehr sowie IVENA haben während dieser Zeit eng miteinander zusammengearbeitet.
Die Krankenhäuser mussten im Vorfeld ihr Leistungsspektrum hochdifferenziert darstellen. Die anfallenden investiven und nicht-investiven Kosten werden mit bis zu 80% durch das Land Niedersachsen gefördert.

Foto v.l. :
Torge Malchau, Carola Reimann, Monika Skiba, Thomas Bartkiewicz Dr., Wolfgang Jitschin, Ulrich Markurth, Markus Büter, David Skiba