Eingeweidebrüche: Informationsabend für Patienten

Ein Schwerpunkt der Chirurgischen Klinik unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Ekkehard Möbius im Krankenhaus Marienstift ist die operative Therapie von Eingeweidebrüchen (Hernien). Um einen Überblick über das große Gebiet der Hernienchirurgie zu geben, lädt das Team um Chefarzt Dr. med. Ekkehard Möbius potentiell betroffene Patienten zu einer Informationsveranstaltung ein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Am Mittwoch, 25. November 2015, Beginn: 18:00 Uhr, im Großen Saal des Krankenhauses Marienstiftwerden folgende Vorträge gehalten: 

  • Eingeweidebrüche: Ein häufiges Problem des Alltags - Dr. med. Ekkehard Möbius, Chefarzt - Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Leistenhernien: Diagnostik und Therapie - Dr. Thomas Wimmer, Oberarzt - Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Narbenhernien: Ein Folgezustand nach Operationen - Markus Paul, Oberarzt - Facharzt für Allgemeinchirurgie
  • Beschwerden beim Zwerchfellbruch: Wann wird operiert? - Dr. med. Ekkehard Möbius, Chefarzt - Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Chefarzt Dr. med. Ekkehard Möbius erklärt: „Man unterscheidet zwischen äußeren und inneren Hernien. Äußere Hernien sind bei der Untersuchung gut zugänglich, da sie sich häufig durch eine Vorwölbung an der Körperoberfläche zeigen. Hierzu zählen beispielsweise Leisten-, Schenkel- und Nabelbrüche. Auch Narbenbrüche gehören dazu, die als Folge von großen chirurgischen Eingriffen entstehen können.“

Dem gegenüber stehen die inneren Hernien. „Hier verlagern sich durch innere Bruchlücken Organteile des Bauchraumes in andere Körperhöhlen. Die vom Patienten geschilderte Beschwerdesymptomatik ist dabei entscheidend zur Diagnosestellung“, so Dr. Ekkehard Möbius. Folgeuntersuchungen, wie eine Computertomographie, sichern dann die Diagnose. Ein Beispiel hierfür sei der Zwerchfellbruch, bei dem sich Anteile des Magens in den Brustkorb verlagern. Die Patienten klagen typischerweise über häufiges Sodbrennen.

Bei der operativen Versorgung von Hernien hat in vielen Bereichen das minimalinvasive Vorgehen, die sogenannte Schlüssellochtechnik, die offenen Operationstechniken verdrängt. Der wesentliche Vorteil des minimalinvasiven Vorgehens liegt in einem postoperativ niedrigeren Schmerzniveau sowie in einer schnelleren Genesung.

Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie
„Um bei der Therapie der oben genannten Erkrankungen einen hohen Standard sicherzustellen, beteiligen wir uns seit Anfang 2015 an der Qualitätssicherungsstudie von Herniamed“, beschreibt Dr. Ekkehard Möbius. Bei der gemeinnützigen Gesellschaft Herniamed handelt es sich um ein bundesweites Netzwerk von besonders an der Hernienchirurgie interessierten Chirurgen, die eine Qualitätserfassung nach fundierten wissenschaftlichen Standards durchführen. Im Rahmen der Studienteilnahme wurde dem Krankenhaus Marienstift im Juni 2015 das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ verliehen.

Sprechstunde für Hernienchirurgie
„Zudem haben wir“, so Möbius, „zur Verbesserung der individuellen Beratung unserer Patienten eine spezielle Indikationssprechstunde für die Hernienchirurgie eingerichtet. Diese findet jeden Mittwoch von 12:00 bis 14:00 Uhr statt.“