Großer Andrang bei Infoveranstaltung zum Thema „Schmerztherapie“

Mehr als 100 Gäste besuchten den Vortrag von Dr. med. Rainer Prönneke

Er kann stechend sein, ziehend, reißend, brennend, ausstrahlend, kurz oder hell und dauerhaft bleiben – der Schmerz. Mehr als 100 Besucher kamen für den Vortrag des Chefarztes der Medizinischen Klinik, Dr. med. Rainer Prönneke, in den großen Saal des Krankenhauses Marienstift. Unter dem Titel „Der Schmerz! Hilfestellungen und Behandlungsmöglichkeiten“ gab Dr. Prönneke zunächst einen aufschlussreichen Überblick: welchen Sinn und Zweck erfüllen Schmerzen überhaupt? Welche Schmerztypen gibt es? Wie kann Schmerz erfasst werden?
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die chronischen Schmerzen. Der Internist und Palliativmediziner Dr. Prönneke ging dazu unter anderem auf den Kreislauf aus akutem Schmerz – Schonhaltung – Kraftverlust – Funktionsminderung – chronischer Schmerz – Schonhaltung ein. „Anders als früher empfehlen Ärzte deshalb heutzutage beispielsweise bei Rückenschmerzen in Bewegung zu bleiben, damit sich der Schmerz nicht festsetzt“, so Dr. Prönneke.
Ein weiteres Thema waren Therapien bei chronischen Schmerzen wie medikamentöse, neurochirurgische oder auch physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Die Gäste im Publikum nutzten dabei die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Viele machten sich eigene Notizen, um Gehörtes nicht zu vergessen. Wichtig war dem Chefarzt der Medizinischen Klinik auch der Blick auf Schmerzen bei Menschen mit demenziellen Erkrankungen sowie auf das Thema „Sterben ohne Schmerzen“ und Schmerztherapien im weiteren Sinne. „Es kann spirituelle, soziale, kulturelle oder seelische Gründe für Schmerzen geben“, berichtete Dr. Prönneke. „In solchen Fällen können Entspannungsverfahren, Kunst- und Musiktherapie, psychologische oder psychosoziale Ansätze und vor allem eine liebevolle Begleitung und Zuwendung sehr hilfreich sein.“ Im Anschluss an seinen Vortrag nahm sich Dr. Prönneke lange Zeit, um Detailfragen der vielen Gäste im Einzelgespräch zu beantworten.