Im Krankenhaus Marienstift findet in diesen Tagen zum zweiten Mal eine große Grippeschutz-Impfaktion statt

Betriebsärztin Dr. med. Viola Rjosk und Krankenhaus-Hygienefachkraft Alexander Rutter machen Mitarbeitern direkt an deren Arbeitsplatz ein Angebot zum Schutz vor den Viren. Denn: Eine Impfung sollte bereits vorhanden sein, wenn die erste Grippewelle unterwegs ist. Bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, vergehen nach dem Piekser noch 10 bis 14 Tage. Überhaupt haben die beiden Grippeschutzexperten einige Tipps zu Vorbeugung und Behandlung parat.

Lassen Sie sich impfen! In den kalten Wintermonaten und bei trockener Luft überleben die Influenzaviren, die eigentlichen Grippe-Erreger, länger. Hinzu kommt, dass die Schleimhaut der oberen Atemwege bei trockener (Heizungs-)Luft anfälliger ist für eine Infektion ist. Insgesamt ist das menschliche Immunsystem im Winter weniger widerstandsfähig als im Sommer. Auch hält man sich im Winter häufiger über längere Zeit zusammen mit anderen Menschen in weniger belüfteten Räumen auf, was die Ansteckungsgefahr erhöht.

Lassen Sie sich insbesondere dann impfen, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören! Hierzu gehören ältere Menschen ab 60 Jahren und wegen der höheren Ansteckungsgefahr insbesondere Bewohner von Pflegeheimen. Auch Menschen mit einer chronischen Erkrankung, deren Immunsystem dauerhaft geschwächt oder eventuell durch Medikamente unterdrückt ist, sollten sich impfen lassen. Zudem sollten sich junge, gesunde Menschen für eine Impfung entscheiden, wenn sie im medizinischen Bereich oder in vergleichbaren Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind. Auch Schwangeren wird eine Impfung empfohlen.

Nicht impfen lassen sollten Sie sich, wenn Sie aktuell an einem Infekt erkrankt sind.
Auch Menschen mit einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß oder gegen einen anderen Bestandteil des Impfstoffs sollten zuvor Rücksprache mit ihrem Arzt halten.
Gleiches gilt für Menschen, die eine Chemotherapie erhalten.

Weil keine Impfung einen hundertprozentigen Schutz bietet, sollten immer einige Verhaltensregeln beachtet werden.

Regel Nummer 1:
Auf das Händeschütteln zur Begrüßung verzichten!

Regel Nummer 2:
Achten Sie auf Ihre  Händehygiene! Gründliches Händewaschen und vor allem regelmäßiges Händedesinfizieren reduziert das Risiko einer Ansteckung!

Regel Nummer 3:
Halten Sie Abstand zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung! Verzichten Sie gegebenenfalls lieber auf den Besuch eines erkrankten Freundes oder einer erkrankten Freundin! Halten Sie sich auch in der Öffentlichkeit fern von offensichtlich erkrankten Menschen!

Wenn Sie Krankheitssymptome verspüren, versuchen Sie zu differenzieren:

Typischerweise mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten sowie seltener auch mit erhöhter Temperatur oder Fieber einhergehende Erkältungen lassen sich oft mit viel Flüssigkeit, Ruhe und eventuell leichtem Schmerzmittel oder Hustenlöser kurieren. Anders hingegen die durch Influenzaviren ausgelöste Grippe: Sie ist meist durch einen plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber, Muskel- und/oder Kopfschmerzen gekennzeichnet. Zum Teil tritt auch Reizhusten auf. Wer sich nicht sicher ist, sollte besser zum Arzt gehen!