Tag der Gemeinschaft im Marienstift

Mit dem Tag der Gemeinschaft feierte die Diakonische Gemeinschaft am vergangenen Samstag den Gründungstag der Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift, der sich in diesem Jahr zum 149. Mal jährte.

Rund 60 Gäste, darunter Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der Stiftung und Schwestern aus dem Henrietten Stift in Hannover, wurden in die wunderbare Welt von Astrid Lindgren entführt. Schauspielerin und Sprachgestalterin Brigitte Jesiek las aus der Biografie „Das entschwundene Land“. Die Zuhörer erfuhren wie die schwedische Kinderbuchautorin ihre prägende und glückliche Kindheit verbrachte. Besonders faszinierend war die Erkenntnis, dass Wörter oder Erlebnisse aus ihrer Kindheit jahrelang in ihr schlummerten, um dann zu großartigen Geschichten zu werden, die bis heute die kleinen und großen Leser begeistern. „Aus einem kleinen, unscheinbaren Einfall, entstand hier etwas so Großes“, zog Diakonin Ruth Berger, die auch Leitende Schwester der Diakonischen Gemeinschaft ist, ihr ganz eigenes Resümee. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von den selbsternannten Multiinstrumentalisten Martina Zahn und Jens Jabusch, die mit Klavier, Geige, Klarinette und Gesang die passende Stimmung erzeugten.

Der Tag der Gemeinschaft klang mit einer Abschlussandacht in der Theodor-Fliedner-Kirche aus. Pastor Rüdiger Becker, Direktor und Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und der Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift, griff in seiner Predigt das Gehörte über Astrid Lindgren auf. „Sie ist die beste und größte Predigerin unserer Kirche: Sie erzählt in ihren Büchern Geschichten voller Hoffnung.“ Könne man besser über Tod und Auferstehung erzählen, als Lindgren es in ihrem Buch „Die Brüder Löwenherz“ getan habe, fragte er rhetorisch. Und ermutigte die Gemeinde zugleich, unbedingt die Geschichten weiterzuerzählen, über Dinge die gut laufen und nicht Defizitorientiert zu denken.

Im weiteren Verlauf der Andacht feierte Schwester Christa Voges ihr 65-jähriges und Schwester Wanda Elsner ihr 60-jähriges Diakonissen-Jubiläum. Schwester Christa Vasterling, die ebenfalls ihr 60-jähriges Diakonissen-Jubiläum feierte, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Feier teilnehmen. Ruth Berger erinnerte daran, dass die Diakonissen bis heute im Zeichen der biblischen Taube unterwegs seien: „Sie tragen und gestalten – nicht nur das kirchliche Leben – im Marienstift mit.“ Und Rüdiger Becker ergänzte: „Sie haben Ihr Leben in eine ganz grüße Sache hineingestellt. Wir möchten Ihnen etwas von dem zurück geben, was Sie für uns in all den Jahren getan haben.“
Darüber hinaus wurden folgende Jubilare der Diakonischen Gemeinschaft geehrt: Schwester Ruth Baasner (45 Jahre), Bruder Horst Frede (30 Jahre), Schwester Gisela Wustmann (20 Jahre) und Schwester Christine Becker (15 Jahre).
Für ihre neuen Aufgaben erhielten Rosemarie Ölschlager (neue Pflegedirektorin des Krankenhauses) und Katja Seiler-Böttcher (Pflegebereichsleitung der Inneren Klinik (Notaufnahme) im Krankenhaus) ihren Segen durch Pastor Rüdiger Becker.