Theater verbindet Generationen

Leuchtturmprojekt im Haus der helfenden Hände verbindet Grundschüler, Pflegekräfte und Senioren.

In Grundschulen und Seniorenzentren im ländlichen Raum in ganz Niedersachsen führen Theaterpädagoginnen und -pädagogen an zwei Tagen Theaterworkshops und Aufführungen unter Beteiligung von Grundschülern  und Betreuungs- und Pflegekräften durch. Das Seniorenpflegeheim Haus der helfenden Hände war Teil dieses Projekts.

Unter dem Motto „Generationen verbinden durch Theater – Pflegekräfte stärken!“ brachte es vergangenen Freitag Menschen aus drei Generationen durch das Medium des Theaters in spielerischen Kontakt und Austausch miteinander. Im Haus der helfenden Hände waren Schülerinnen und Schüler der Grundschule Driebe in Königslutter und Betreuungs- und Pflegekräfte beteiligt, die ein Bühnenstück für die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses aufführten.

Zuvor erarbeiteten zwei Theaterpädagog*innen jeweils mit den Grundschüler*innen und den Betreuungs- und Pflegekräften die einfache Spielform des Playbacktheaters. Dies ist eine einzigartige Form des improvisierten Theaters. Es entsteht durch die Zusammenarbeit von Spielenden und Zuschauenden und schafft dadurch Raum für individuellen Ausdruck und direkte Begegnung. Momentane Gefühle, Assoziationen, Alltagserfahrungen, Träume, Visionen und Ideen aus dem eigenen Leben werden vom Publikum eingebracht und von den Spieler*innen intuitiv und künstlerisch in Szene gesetzt. Am Nachmittag fand dann eine gemeinsame, einstündige Theateraufführung für die Bewohner*innen des Pflegeheims statt. Die Theaterpädagog*innen moderierten die Aufführung. Die Senior*innen können momentane Gefühle, Erfahrungen und Erinnerungen mit einbringen.

Das Projekt wird durch den Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen e.V. organisiert und mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen finanziert. Es ist für die beteiligten Grundschulen und Seniorenzentren kostenfrei.

Fotos: Bernhard Janitschke