Wolfgang Jitschin neuer Verwaltungsdirektor im Krankenhaus Marienstift

Das Krankenhaus Marienstift hat seit Mitte März 2019 mit Wolfgang Jitschin einen neuen Verwaltungsdirektor.

Der gebürtige Helmstedter ist seit mehr als 40 Jahren im Gesundheits- und Sozialwesen aktiv und hat als Geschäftsführer Krankenhäuser und Krankenhausgesellschaften in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen geleitet. Zuletzt war er im St. Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter tätig.

Gemeinsam mit Dr. Udo-Rudolf Schwippel (Ärztlicher Direktor) und Jörg Waldmann (Pflegedirektor) bildet Wolfgang Jitschin die Klinikleitung des Krankenhauses Marienstift. Rüdiger Becker bleibt weiterhin der Geschäftsführer des Hauses.

„Wolfgang Jitschin wird uns als absoluter Kenner der regionalen und überregionalen Krankenhaus-Landschaft dabei helfen, sämtliche Verwaltungsaufgaben zu bündeln und zu strukturieren. Gerade im Hinblick auf den Neu- und Umbau kommen umfangreiche Aufgaben auf uns zu, die er in enger Abstimmung mit der gesamten Krankenhausleitung steuern wird“, sagte Rüdiger Becker, Geschäftsführer des Krankenhauses Marienstift und Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode.

„Ich freue mich sehr darauf, das Krankenhaus Marienstift in die Zukunft zu begleiten und möchte meine Erfahrung und mein Netzwerk bei dieser anspruchsvollen Aufgabe mit einbringen. Mein Motto ‚Es gibt nichts Gutes, außer man tut es‘ ist dabei mein größter Ansporn“, so Wolfgang Jitschin.

Interview mit Herrn Wolfgang Jitschin:

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“

Herr Jitschin, Sie gehören als neuer Verwaltungsdirektor der Klinikleitung des Krankenhauses Marienstift an. Fühlen Sie sich dem Haus verbunden?

Ich bin als gebürtiger Helmstedter schon im Jahr 1975 nach Braunschweig gezogen. Auch während meiner anschließenden Tätigkeit als Geschäftsführer von Gesellschaften im Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und zuletzt Salzgitter habe ich meinen Wohnsitz in Braunschweig immer behalten. Insofern fühle ich mich der Stadt, der Region und auch dem Krankenhaus Marienstift sehr verbunden und freue mich nun sehr, die neue Aufgabe ausfüllen zu können.

Was hat Sie an dem Job gereizt?

Zum einen ist das Marienstift ein traditionsreiches Krankenhaus mit einem guten Ruf weit über die Stadtgrenzen Braunschweigs hinaus. Viele Kinder haben hier das Licht der Welt erblickt, sodass viele Menschen eine emotionale Verbindung zu diesem Haus haben. Zum anderen liebe ich diese Tätigkeit im Allgemeinen. Reizvoll ist in jedem Fall, dass ich als Verwaltungsdirektor jeden Tag vor Probleme gestellt werde, von denen ich am Vortag noch nichts wusste. Mit den Mitarbeitenden, die einen tollen Job machen, möchte ich eine Struktur aufbauen und somit auch Sicherheit geben.

Auch für Sie ist der neue Job eine Herausforderung. Welche Aufgabe wird die schwerste?

Ganz wichtig wird sein, die Umbau- und Erweiterungsphase, die unmittelbar vor der Tür steht, erfolgreich zu organisieren. Für das Marienstift bedeutet dieses Projekt eine wichtige Neupositionierung am Markt. Zugleich ist es aber eine große Herausforderung, die täglichen organisatorischen Abläufe während der Bauphase zu strukturieren – insbesondere beim Bauen im Bestand. Zwei bis drei Jahre dürfte allein dieses Projekt in Anspruch nehmen.
Zum anderen gilt es sicherlich, die zuletzt positive wirtschaftliche Entwicklung des Hauses fortzuschreiben.
Wir als gemeinnütziges Haus müssen keinen Gewinn für Außenstehende erwirtschaften, aber auch wir müssen natürlich wirtschaftlich arbeiten. Zwar gibt es staatliche Fördermittel, aber die reichen in keinem Bundesland aus. Ziel muss sein, dass dieses Krankenhaus dauerhaft schwarze Zahlen schreibt.

Das streben auch andere Krankenhäuser in Stadt und Umland an. Sind diese für Sie nur Konkurrenz oder auch Kooperationspartner?

Das Marienstift ist mit dem Städtischen Klinikum Braunschweig an einigen Stellen eng verbunden. Das hat sich über die Jahre bewährt. Schließlich liegt allen Beteiligten eine gute gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung am Herzen.

Was wünschen Sie sich für das Marienstift?

Wir alle gemeinsam wollen das Profil des Hauses weiter schärfen, auch indem wir – wie in den vergangenen Jahren schon geschehen – weitere medizinische Schwerpunkte entwickeln. Wichtig ist dabei auch, dass wir Dienstleistungen für Patientengruppen anbieten können, die in komplexen Strukturen keine Orientierung finden, beispielsweise ältere Menschen oder Menschen mit einem Handicap.

Das Interview führte Herr Henning Thobaben.