Braunschweiger Künstler bezieht Neuerkeröder Bürger in die Gestaltung des Dorfplatzes ein

Skulptur erinnert an Verschleppung und Gewalt in der NS-Zeit / Bürgervertretung in Planungs- und Ausführungsprozessen aktiv eingebunden

In Erinnerung an die schrecklichen Schicksale jener Menschen, die während der NS-Diktatur verfolgt, verhaftet, gefoltert und ermordet worden sind, richtet die Evangelische Stiftung Neuerkerode jedes Jahr einen Gedenkgottesdienst aus. An der Peter-und-Paul Kirche in Neuerkerode erinnert ein Stein an die Opfer von Verschleppung und Gewalt. Auch der Dorfplatz in Neuerkerode soll Teil dieser Erinnerungskultur werden. Den Mittelpunkt der neu gestalteten Fläche wird dabei eine Gedenk-Skulptur des Braunschweiger Künstlers Magnus Kleine-Tebbe bilden, welche an die Deportationen der Menschen aus Neuerkerode erinnern soll.

Die Skulptur einer Frau und ihrer beiden Kinder verbindet die Tragik unserer Geschichte mit der Botschaft einer behüteten und füreinander sorgenden Gesellschaft, wie wir sie heute auch in Neuerkerode erleben dürfen. Besonders freuen wir uns darüber, dass sich die Neuerkeröder Bürgervertretung in die Planungen für die Entwürfe und Ausführungen des Dorfplatzes und der Skulptur aktiv einbringt. Mit der Gestaltung des Dorfplatzes und der Gedenk-Skulptur möchten wir ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft setzen.