Denkmal "Graue Busse" in Braunschweig

Am Samstag, den 30. Mai wird in Braunschweig vor dem Schloss das Denkmal „Graue Busse“ eröffnet.

Die Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz haben das Denkmal im Jahr 2005 bei einem Wettbewerb entworfen.

Es erinnert an die Transporte, mit denen Menschen mit einer geistigen Behinderung im Rahmen der "Euthanasieaktionen" der Nationalsozialisten in Tötungseinrichtungen transportiert wurden.

Aus Neuerkerode wurden in den Jahren 1940 bis 1945 insgesamt 180 Menschen zwangsweise 'verlegt'. 125 von ihnen wurden bis zum 8.5.1945 getötet..

Ein Initiativkreis, dem auch die Evangelische Stiftung Neuerkerode angehört,  hat das Denkmal für einige Monate nach Braunschweig geholt. Eine umfangreiche Ausstellung wird diese Aktion begleiten. Die Schirmherrschaft hat die Niedersächsische Sozialministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung übernommen. Das Denkmal „Graue Busse“ wird zentral vor dem Schloss in Braunschweig stehen.

Das Denkmal sei „als Transportmittel der Erinnerung“ für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie zu verstehen und soll sowohl Opfer als auch Täter und ihre Taten reflektieren. Dem Denkmal ist die überlieferte Frage eines behinderten Mannes, der von den Bussen abgeholt wurde, „Wohin bringt ihr uns“, als Zitat eingeschrieben.

Als das Denkmal im vergangenen Jahr auf der Fahrt nach Polen kurz Zwischenstopp vor dem Braunschweiger Schloss eingelegt hatte, sprach dort neben dem Oberbürgermeister Braunschweigs auch der Direktor Neuerkerodes, Pastor Rüdiger Becker ein Grußwort und die Neuerkeröder Rockband The Mix (Foto) gestaltete das Musikalische Rahmenprogramm.