Digitale Assistenzsysteme in der stationären Altenhilfe

Niedersachsens Regionalministerin Birgit Honé überreicht Bewilligungsbescheid für innovatives Projekt im Haus St. Vinzenz

Das Land Niedersachsen fördert das am Haus Vinzenz angegliederte Projekt OPAL (Optimierung der Pflege in der Altenhilfe durch Sensornetzwerke) mit einer Summe von 472.703 Euro. Einen Entsprechenden Bewilligungsbescheid überreichte Niedersachsens Regionalministerin Birgit Honé am Montag in Braunschweig.

Mit dem Projekt OPAL wird untersucht, ob die Pflege und Versorgung in der stationären Altenhilfe mit Hilfe von digitalen Assistenzsystemen verbessert werden kann. Zum Einsatz sollen unter anderem mit Sensorik ausgestattete  Pflegebetten kommen, die beispielsweise das Gewicht von Bewohner*innen erfasst und automatisch digital überträgt. Der Schwerpunkt liegt insbesondere in der Verbesserung der Versorgungsqualität bei Dekubitus , Sturz und ungewolltem Gewichtsverlust sowie Erhöhung der Zufriedenheit und Lebensqualität der Betreuten. Untersuchungsgegenstand ist auch die Frage, ob solche digitalen Assistenzsysteme auch das Pflegefachpersonal von routinemäßigen Dokumentationsaufgaben entlasten kann, so dass wieder mehr Zeit für persönliche Zuwendung, Pflege und Kontakt vorhanden ist. 

Insgesamt hat das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung 1.666.223 Euro im Rahmen des Programmes für soziale Innovationen an fünf Projekte im Amtsbezirk Braunschweig übergeben. Ziel des Programmes ist es, Modellprojekte zu fördern, die mit innovativen Ansätzen einen Beitrag zur Deckung lokaler und regionaler Bedarfe leisten wollen. „Den Herausforderungen unserer Zeit können wir in einem Flächenland wie Niedersachsen mit kreativen, oftmals ungeahnt wirkungsvollen Lösungsansätzen besser begegnen – davon bin ich fest überzeugt. Gerade die Bewältigung der Corona-Pandemie zeigt uns, dass wir flexible Instrumente benötigen“, sagte Honé bei der Übergabe der Bescheide. „Genau das ermöglichen wir mit unserer Richtlinie ‘Soziale Innovation‘, mit der wir ein Experimentierfeld geschaffen haben, auf dem unterschiedlichste Akteurinnen und Akteure neue Wege und Lösungsansätze in den Bereichen Daseinsvorsorge und Arbeitswelt erproben können.“

Der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Matthias Wunderling-Weilbier, begrüßte die innovative Vielfalt der Vorhaben: „Diese starken Projekte haben nicht nur rund 1,5 Millionen Euro in unsere Region geholt: Hinter den Vorhaben stehen Menschen mit einfallsreichen und zukunftsorientierten Ideen, die neue Lösungen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln und umsetzen. Die dabei entstehenden Synergien sind ein großer Gewinn für unseren Amtsbezirk."