Ein Lauf, der verbindet

Herzliche Begegnungen und ein respektvolles Miteinander: Mit dem Firmenlauf „Inklusion bewegt“ setzte die Ev. Stiftung Neuerkerode ein Zeichen für Gemeinschaft, Toleranz und Inklusion.

Fotos: Bernhard Janitschke

Mehr als 450 Teilnehmer sowie viele weitere Besucher sorgten auf und neben der Strecke in und um das inklusive Dorf Neuerkerode herum für Gänsehaut-Stimmung - Zum Beispiel, als eine Teilnehmerin im Rollstuhl auf die Zielgerade einbiegt. 3,5 Kilometer hat sie mit ihrem Laufpaten soeben zurückgelegt, auf den letzten Metern holt sie noch einmal alles aus sich heraus. Die Zuschauer im Zielbereich klatschen, feuern sie an. Durchs Ziel – geschafft! Sie und ihr Laufpate, ein ehrenamtlicher Läufer, der sie auf der Strecke begleitet hat, klatschen sich ab und nehmen sich in die Arme. So und so ähnlich läuft es an diesem Tag hunderte Male ab: Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt,  – auf dem Fahrrad, im Rollstuhl oder als Fußgänger – überwinden Seite an Seite, Arm in Arm Barrieren und Grenzen über Neuerkerode hinaus.

Fernab von gestoppten Zeiten oder Siegerpodesten, die es bei diesem Lauf bewusst nicht gibt, sind für Pfarrer Rüdiger Becker, Direktor der Ev. Stiftung Neuerkerode, die Begegnungen der Kern des Laufs. „Unser Inklusionslauf verbindet die Menschen und bringt sie zusammen. Es ist ein Bekenntnis für Vielfalt, für Toleranz und für die Region“, erklärt er. Bereits zum 6. Mal fand der Firmenlauf statt – aus anfangs fünfzig Läufern sind mittlerweile mehr als 450 Teilnehmer geworden. Und jedes Jahr aufs Neue fänden sich ganz besondere, für jeden einzelnen erlebbare Spuren des Glücks. Daneben ist der Neuerkeröder Firmenlauf „Inklusion bewegt“ auch ein Zeichen für großes ehrenamtliches Engagement: Mitarbeitende, Bürgerinnen und Bürger, Angehörige, Laufpaten sowie der Verein Friends for Life sorgen dafür, dass vom Start bis zum Ziel alles rund läuft.

Zum Abschluss ließ man den Firmenlauf bei Bratwurst und Steak des Neuerkeröder Gastronomiebereichs und Liedern der FED-Band „Underrock“ ausklingen.