Fachschule arbeitet mit neuem Projekt

Die Verknüpfung von TimeSlips und Biografiearbeit ist etwas Neues.

TimeSlips. Das ist ein Hineinschlüpfen in Erinnerung. Schüler der Neuerkeröder Fachschule für Heilerziehungspflege verknüpfen diese Methode mit Erinnerungsarbeit.

Seit Januar diesen Jahres findet dieses Projekt vierzehntäglich in Kooperation mit dem Herzog Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig statt. Projektleiterin ist die Heilpädagogin Regina Schultz, die langjährige Erfahrungen mit Biografie-Arbeit in Neuerkerode gesammelt hat.

Vor einem Gemälde sitzend, assoziieren die Teilnehmer aus Neuerkerode spontan eigene Geschichten. Moderiert wurden sie dabei von Malte Maginski (Foto rechts), einem der Neuerkeröder Fachschüler: Was ist hier zu sehen? Wie sind die Personen an diesen Ort gekommen? Wie mag der Hund heißen? Venus und Adonis heißt das Bild, das auf die Neuerkeröder wirkt und ist um 1640 von dem Niederländer Thoma Willeboirts Bosschaert gemalt worden. Da entstehen bei den beeinträchtigten Teilnehmenden Erinnerungen und Wünsche: „Ich hatte auch einen Hund als ich klein war, der hieß Anton“, „Ich möchte auch mal dorthin, wo es ganz heiß ist.“

Anna Trapp (links auf dem Foto) führte das Protokoll, das die vielfältigen Antworten der Neuerkeröder zu einer Bildgeschichte wachsen ließ. Diese Verknüpfung von TimesSlip-Arbeit und Biografie-Arbeit ist etwas Neues, mit dem die Neuerkeröder Fachschule jetzt arbeitet. Fachlehrerin Susanne Becker betont die große und gut strukturierte Vorbereitung, die den Schülern abverlangt wird. Gefördert wird das Projekt von der Aktion Mensch und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.