Heimat – Heimatlosigkeit – Migration

Vielfältiger Austausch bei den diesjährigen Einkehrtagen der Diakonische Gemeinschaft des Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift Braunschweig

Was ist für uns Heimat? Was bedeutet sie für uns? Diese und viele weitere Fragen haben sich Mitarbeitende der Unternehmensgruppe der Evangelischen Stiftung Neuerkerode gemeinsam mit Mitgliedern der Diakonischen Gemeinschaft des ev.-luth. Marienstifts Braunschweig bei den Einkehrtagen in der Heimvolkshochschule Alterode gestellt, die in diesem Jahr unter der großen Überschrift „Heimat – Heimatlosigkeit im Zusammenhang mit Migration“ stand.

„Informiert haben wir uns und unser Wissen darüber geteilt, warum Menschen auswandern  und auf den beschwerlichsten Wegen ihre Heimat – ihre Familien – verlassen?“ erläutert Diakonin und Leiterin der Diakonischen Gemeinschaft Ruth Berger. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden darüber, was sie auch aus der Geschichte wissen, was in der Bibel steht und vor allem, was uns Kinder, Jugendliche, Väter, Mütter heute sagen?

„Sehr schnell wurde klar, dass die Sehnsucht nach Heimat ein menschliches Grundbedürfnis ist“, so Berger weiter. Doch nun war die Haltung der teilnehmenden zu den Themen „Heimat geben – Heimat schenken - Heimat öffnen“ gefragt: wo und wie kann es gelingen im Gegenüber Vertrautes zu entdecken, Vorstellungen und Hoffnungen zu teilen, um Heimat auf Zukunft auszurichten? Ruth Berger: „Wir alle brauchen einen Platz in der Welt und in uns selbst.“

Die diesjährigen Einkehrtage sind von zwei Themenfrühstücken der Diakonischen Gemeinschaft eingerahmt. Anfang des Jahres ging es um die Erfahrungen einer Wolfenbütteler Kirchengemeinde mit interkulturellen Familiennachmittagen. Am 26.Oktober 2019 wird Pastoralreferent Martin Wrasmann von 9 Uhr bis 12 Uhr über Abrahams Kinder, die Arbeit des christlich muslimischen Kindergartens in Gifhorn berichten. Interessierte sind herzlich eingeladen.