Herausragende Botschafterin der Region

Mechtild von Veltheim erhält den Luise-Löbbecke-Ring 2019 für soziales und kirchliches Engagement

Preisträgerin Mechthild von Veltheim (Mitte) mit Dompredigerin Cornelia Götz, Rüdiger Becker (Vorstandsvorsitzender Ev. Stiftung Neuerkerode), Laudatorin Prof. Dr. Susanne Pfleger und Daniel Bresser (Geschäftsleitung Bankhaus Löbbecke) (v.l.). Foto: Florian Kleinschmidt/Bestpixels

Kirche und Kultur, Tradition und Moderne: In ihrem 30-jährigen Wirken als Vorsteherin, als Domina, des Konvents im Kloster St. Marienberg bei Helmstedt sowie als Leiterin der Paramentenwerkstatt hat Mechtild von Veltheim viel bewegt. Mit Übernahme der Domina-Würde im Jahr 1989 erweckt sie den fast ausgestorbenen Konvent im Kloster St. Marienberg wieder, erfüllt ihn mit neuem Leben und  sorgt dafür, dass das Kloster St. Marienberg eine bekannte Institution über die Grenzen des Braunschweiger Landes hinaus ist. Daneben bewahrt und pflegt sie das jahrhundertealte Handwerk der Paramente, in dem Altar- und Kanzelbehänge, Kelchtücher oder Gewänder angefertigt werden. Insbesondere im Bereich Textilrestaurierung hat sie sich einen bundesweiten Ruf erarbeitet und sich zu einer Botschafterin des Braunschweiger Landes entwickelt. Das Bankhaus Löbbecke, der Braunschweiger Dom St. Blasii und die Evangelische Stiftung Neuerkerode würdigten ihr Engagement mit dem mit 2500 Euro dotierten Luise-Löbbecke-Ring.

„Geschichte und Tradition begleiten unsere Preisträgerin,“, beginnt Prof. Dr. Susanne Pfleger, Direktorin der Städtischen Galerie Wolfsburg, ihre Laudatio mit Blick auf das Wirken Mechtild von Veltheims und der Neugründung des Konvents. Als Domina des Klosters St. Marienberg habe sie stets Mut zur Erneuerung ausgezeichnet, den sie auch für die Kunst der Paramente zeige, sagt Pfleger, während an diesem Abend ein mit gesticktem QR-Code versehenes Parament aus ihrer Werkstatt den Altar des Braunschweiger Doms schmückt. „Paramente sind eine Einheit aus Handwerk, Kunst und Wissen. Für die Herstellung sind religiöse Haltung  und Wissen unabdingbar“, erläutert Pfleger. In der Paramentenwerkstatt setze sich von Veltheim vorbildlich dafür ein, religiöse Antworten auf das zu finden, was die Menschen umtreibe. „Der Preis soll Sie ermutigen, den unendlichen Faden niemals fallen zu lassen, so dass er im Kloster weitergenäht, gestickt und gewebt werden kann.

„Erfolg ist weiblich und Luise Löbbecke steht als Synonym dafür“, erklärt Rüdiger Becker, Direktor und Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, mit Blick auf Preisträgerin Mechtild von Veltheim und ihre Laudatorin Prof. Dr. Susanne Pfleger, die herausragende Botschafterinnen der Region seien. Mit dem Luise-Löbbecke-Ring wolle man ein Netzwerk stärken, das ganz im Sinne der Namensgeberin durch Nächstenliebe und Engagement geknüpft wird.

„Ganz herzlichen Dank für diese Auszeichnung. Den Ring haben alle im Konvent verdient“, freute sich  Preisträgerin Mechtild von Veltheim sichtlich gerührt über die Auszeichnung. „Dieses kostbare Handwerk für weitere 800 Jahre zu erhalten, das ist meine Botschaft. Ich adressiere diese Botschaft bewusst nicht nur an das Braunschweiger Land, sondern auch – und vor allem –an Politik und Kirche.“

Der Ring wurde überreicht von Prof. Dr. Susanne Pfleger, Rüdiger Becker sowie Daniel Bresser, Mitglied der Geschäftsleitung des Bankhauses Löbbecke.

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