Radfahren ist sein Element

Gespendetes E-Bike ermöglicht Karl-Heinz-Lütje, wieder unbeschwert an Ausfahrten teilzunehmen

Wenn Karl-Heinz Lütje auf dem Sattel sitzt, den Lenker fest in der Hand und der Fahrtwind durchs Gesicht weht, dann strahlt er über das ganze Gesicht. Radfahren, das ist für ihn mehr als nur Hobby. So ist er auch seit Gründung des Neuerkeröder Rad-Treffs vor 20 Jahren stets bei den Ausflügen dabei. Und auch für den diesjährigen Auftakt am 7. Mai steht der 73-Jährige wieder in den Startlöchern. Diesmal mit einem E-Bike.

Lütje ist in seinem Leben gefühlt schon einmal zum Mond und wieder zurück geradelt, aber zuletzt bereiteten die Touren in die nahen Herzogsberge oder an den Veronikasee Schwierigkeiten. Mit zunehmendem Alter wurden die Wege gefühlt holpriger und beschwerlicher. „Die Wege mit dem alten Fahrrad zu fahren, war schon schwer. Meistens musste ich dann schieben“, sagt Lütje. Aber das neue „fährt sich richtig gut“. Auch wenn der 73-Jährige nicht mehr selbst so gut in die Pedale treten kann, wollten Klaus Moritz (Mitglied im Vorstand des Fördervereins) und Dieter Büto (Kassenwart des Fördervereins), die den Rad-Treff in Neuerkerode organisieren, ihn nicht missen.

Denn Lütje ist die Integrationsfigur der bis zu 15-köpfigen Gruppe. „Er hilft Neulingen und ungeübteren Fahrern und kümmert sich um sie“, erzählen Moritz und Büto. Und natürlich, dass sei der Vollständigkeit halber erzählt, sind Lütje, Moritz und Büto in all den Jahren gute Freunde geworden. Damit Lütje das neue Fahrrad bekommen konnte, sammelte der Förderverein Geld – unter anderem gab es zwei Geburtstagsspenden. Eine davon kam von Moritz – eine Selbstverständlichkeit. Nun kann Karl-Heinz Lütje wieder leicht und mit einem Lachen an den Radtouren teilnehmen.