Seniorenhilfe in Siebenbürgen

Evangelische Stiftung Neuerkerode setzt sich für bessere Pflegestandards in Rumänien ein.

Welche Unterstützung erhalten ältere Menschen mit Hilfebedarf in Rumänien? Wie gut sind Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten sowie weitere Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen dort geschult? Und wie werden angehende Altenpflegerinnen und Altenpfleger auf den Umgang mit demenziell Erkrankten in ihrer Ausbildung vorbereitet? „Wir wissen, dass in Rumänien gerade in der Betreuung von Menschen mit Demenz große Unsicherheiten bestehen. Das wollen wir ändern und die positiven Erfahrungen mit dem mäeutischen Pflegemodell in unserem Haus weitergeben“, sagt Martina Redlin-Rückert, Geschäftsführerin des Seniorenzentrums Haus der helfende Hände in Königslutter-Beienrode. Im vergangen Oktober war bereits eine Delegation der Evangelischen Stiftung Neuerkerode nach Siebenbürgen gereist und hatte verschiedene diakonische Einrichtungen besucht.
Nun sind ein Lehrer der Berufsfachschule Altenpflege am Marienstift und drei Mitarbeitende aus dem Haus der helfenden Hände erneut dort und besuchen zwei Senioren- und Pflegezentren im rumänischen Orastie und Hetzeldorf. „Langfristig ist eine Kooperation geplant, um eine Verbesserung der Gesundheit und Pflege und einheitliche Standards herbeizuführen“, so Redlin-Rückert. Außerdem sollen auch junge Menschen ermutigt werden, sich mit ihrer Zukunft zu befassen und Strukturen im eigenen Land aufzubauen. „Leitgedanke ist der interkulturelle Austausch in all seinen Facetten“, sagt Redlin-Rückert und ist sich sicher, dass auch ihre Mitarbeitenden von der Reise nach Rumänien profitieren.